Die Menara-Gärten sind etwa 3 Kilometer westlich der Stadtmauer von Marrakesch gelegen und wurden 1156–1157 unter dem Almohaden-Herrscher Abd al-Mu’min angelegt. Der Name „Menara“ geht auf den im 16. Jahrhundert während der Saadi-Dynastie erbauten Pavillion mit seinem grünen Dach in Pyramidenform zurück. Der Pavillion und das Wasserbecken sind von Obstgärten und Ölbaumplantagen umgeben. Bewässert wird der Olivenhain durch das Wasserbecken in der Mitte mit einem von dort ausgehenden weit verzweigten unterirdischen Kanalsystem. Mit Blick Richtung Süden ist hinter dem Wasserbecken bei klarer Luft der Hohe Atlas zu sehen.