Der Gullfoss, der „Goldene“, ist ein Wasserfall des Flusses Hvítá im Haukadalur im Süden Islands. Er gehört mit Þingvellir und den benachbarten Geysiren zum sogenannten Gullni hringurinn, dem Golden Circle mit den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands. Dass es diesen Wasserfall noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir vom nahegelegenen Hof Brattholt zu verdanken, die um 1920 gegen den Bau eines Elektrizitätswerks am Wasserfall anging. Eine englische Gesellschaft hatte den Wasserfall gepachtet, um einen Staudamm zu errichten und Elektrizität zu erzeugen. Als alle Anstrengungen nach jahrelangem Rechtsstreit mit Hilfe des Rechtsanwalts und späteren Präsidenten von Island Sveinn Björnsson hoffnungslos erschienen und Sigríður mit dem Freitod in den Fluten drohte, konnte der Vertrag aufgrund einer zu spät gezahlten Pacht aufgelöst werden und ging schließlich zurück an den isländischen Staat.