Das Isländische Hochland (isländisch Hálendið) umfasst den Großteil des Landesinneren von Island. Gemäß dem Isländischen Konversationslexikon, das als Hochland die Landesteile definiert, die mehr als 200 Meter über dem Meeresspiegel liegen, wäre der Anteil etwa 75 % der Gesamtfläche von Island. Durch das Hochland führen nur sehr wenige Pisten, die nur im kurzen Sommer von etwa Mitte Juni bis in den September befahrbar sind. Um sich bei plötzlichen Wetterumschwüngen in Sicherheit bringen zu können, gibt es einige Schutzhütten wie diese hier.

Das Hochland ist sehr trocken und starken Winden ausgesetzt. In ihm finden sich verschiedene Landschaftsformen wie Moränenlandschaften, Stein- und Sandwüsten, Vulkane aller Art, Lavafelder, Süßwasserseen, Gletscher und oft in tiefe Schluchten eingegrabene Flüsse. Dort wo Wasser sich etwas ausbreiten kann, finden sich sumpfige „Oasen“. In geschützteren Lagen mit genügend Wasser wachsen Moor- und Hochlandpflanzen, ansonsten ist das Hochland im Wesentlichen pflanzenlos. Es handelt sich in diesen Landesteilen um eine durch das vulkanische Gesteinsmaterial der Insel meist grau-schwarz gefärbte Inlandswüste, in der zwar Niederschläge niedergehen, diese jedoch meist spurlos im Boden versickern.