Im Spätherbst 2016 überlegten wir uns, die Februarferien 2017 in Indien zu verbringen. Da wir uns nicht vorstellen konnten, eine Reise nach Indien allein durchzuführen (vor allem mit so einer kurzen Vorbereitungszeit) entschieden wir uns erstmalig für eine Gruppenreise. Nach der Beratung im Reisebüro fiel unsere Wahl auf Chamäleon. Zum Einen wirbt dieser Reiseveranstalter mit Nachhaltigkeit, zum Anderen waren die Gruppen einigermaßen klein (höchstens zwölf Leute). Das dies für uns eigentlich auch schon viel zu viele Menschen sind, wissen wir nun.

Wir haben also im Februar letzten Jahres diese Reise angetreten und nach der Rückkehr habe ich mir geschworen, diese Reise und dieses Land hat keinen Eintrag auf unserer Homepage verdient. Fast ein Jahr später sehe ich dies ein wenig anders. Ein paar Einträge dazu kann ich mir nun doch vorstellen.

Gruppenreise – wer macht denn sowas?

So, nun hatten wir uns also für diese Gruppenreise entschieden, die uns nach Indien bringen sollte. Indien – das klingt nach Bollywood, bunt und laut, das klingt aber auch nach Armut. In meiner Kindheit war ich ein großer „Fan“ von Mutter Theresa. Ich hatte in meiner katholischen Gemeinde immer mal wieder etwas über Indien gehört. Aber eigentlich hatte ich gar keine Ahnung von Indien. Für Jens und mich heißt das dann ja immer, Ahnung bekomme ich nur, wenn ich es mir selber anschaue. Also auf nach Indien! Alles, was Chamäleon so geschrieben hatte, habe ich genauestens studiert, über den Rest wollte ich mir gern vor Ort ein Bild machen.

So stiegen wir am 11.2.2017 ins Flugzeug und flogen nach Delhi. Wir waren gespannt auf die anderen Mitreisenden und eigentlich offen für das, was da so auf uns zukommen würde. Nur war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, dass diese Art zu reisen so ziemlich genau gar nicht zu uns passt. Wir haben uns angepasst und viel runtergeschluckt, 12 Tage lang waren wir fremdbestimmt – aber das war von uns ja so ausgesucht. Wir haben nette Mitreisende kennengelernt, die in etwa so wie wir getickt haben. Das war es auf jeden Fall wert.

In Indien angekommen, stellten wir schon im Taxi zum Hotel fest, dass wahrscheinlich viele Gebete nötig sind, um den indischen Straßenverkehr unbeschadet zu überleben. Gut, dass es in Indien genug Götter gibt, die man dazu aufsuchen kann 😉

Am Morgen unseres ersten Urlaubstages lernten wir die Mitreisenden kennen, 12 Tage haben wir nun Zeit uns aufeinander einzustellen. Außerdem lernten wir auch unseren Reiseleiter kennen. Nach einem Tag war mir schon irgendwie klar, dass dies zumindest mal für mich eine Herausforderung wird. Im Bus gab es zum Weghören zum Glück Kopfhörer und ein Hörbuch, in Sehenswürdigkeiten war es außer Herausforderung manchmal auch Heimsuchung. Wirklich sinnhaftes über Indien haben wir von ihm nicht erfahren, da war das Buch „Kulturschock Indien“ der bessere Begleiter. Jens musste noch mehr leiden, gab es für ihn kaum ausreichend Zeit zu fotografieren.

Der erste Ausflug führte uns dann auch entgegen der Angaben bereits am Sonntag in einen indischen Handwerksbetrieb. Da es Sonntag war, gab’s leider nicht viel zu sehen. Es gab leider nur ein paar hinbestellte Frauen, die uns zeigten, wie die Taschen für die Chamäleon-Flaschen genäht werden.

Eva

Sie schreibt und selten fotografiert sie auch.

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