Am Anfang unseres Urlaubs müssen wir auf unserer Tour natürlich erst einmal Strecke machen. An den ersten beiden Tagen gelingt uns das nur so mäßig. Die erste Etappe endet in Metz. Dort beziehen wir ein Zimmer im Maison Heler, nicht zu weit oben, mit Blick direkt auf unser Auto 😉. Nicht dass dies nötig wäre, wir sind ja nicht in Südfrankreich und die Räder sind auch nicht hinten drauf. Das Zimmer ist zurückhaltend klimatisiert, auch beim Schlafen werden wir nicht weggepustet. Den späten Nachmittag verbringen wir im Zentrum von Metz, erst ist die Laterne des Herrn dran, wie die Kathedrale von Metz aus genannt wird, dann radeln wir noch ein bisschen durch die Gegend, bevor wir pünktlich 19 Uhr ein elsässisches Restaurant an der Mosel besuchen. Wenigstens hier in Lothringen können wir zu Beginn des Urlaubs einmal Flammkuchen essen. Zu sehr viel mehr (außer einem Cocktail bzw. Whisky auf dem Dach unseres Hotels) sind wir nicht mehr in der Lage, der gestrige Abend fordert seinen Tribut.
So schlafen wir dann auch beizeiten ein und werden tatsächlich (dank Klimatisierung und zugezogenen Vorhängen) erst 9 Uhr vom Wecker aus dem Schlaf gerissen. Eine wiederholte Rundfahrt durch Metz hat uns kein Frühstück, aber wenigstens einen Kaffee eingebracht, bevor wir uns auf den Weg nach Troyes machen.
Unterwegs haben wir einmal geladen, zum Mittagessen habe ich ein ziemlich dörfliches, dafür umso urigeres Restaurant gefunden. Dort gab es für 17 € pro Person ein Drei-Gänge-Menü, welches wirklich lecker war.
Gerade wieder im Auto meldet sich unsere Vermieterin der nächsten Unterkunft in Troyes. In Frankreich sei es ja sehr warm und unsere gebuchte Ferienwohnung habe keine Klimaanlage, sie würde uns gern ein anderes Zimmer genau gegenüber anbieten, natürlich mit Klimatisierung, sie mache sich Sorgen um unseren Nachtschlaf. Was für ein Service! Wir nehmen den Wechsel natürlich gern an und sind darüber auch sehr froh. In Troyes angekommen merken wir schnell, dass die Stadt ganz schön aufgeheizt ist. Ein kleines „Kaffeetrinken“ gönnen wir uns vor dem Besuch der Kathedrale trotzdem. In selbiger ist es später gut auszuhalten, sie ist auch sehr sehenswert. Alt und einigermaßen kühl. Mich begeistern vor allem die Statuen der 3 Frauen in unterschiedlichen Situationen rund um die Grablegung und Auferstehung Jesu. Was für ein Ausdruck!
Dann reicht unsere Motivation nur noch für ein kleines Geschäft, vor dem man nett sitzen und Champagner! (Wir sind in der Champagne.) trinken kann und für einen Abstecher in die Ruelle des Chats. Das ist eine der ältesten Straßen, sehr eng und mit tollen Restaurants bestückt. Eines davon merken wir für den Abend vor.
Dazwischen brauche ich aber dringend eine Dusche. Das Restaurant stellt sich als ein wahrer Glücksgriff heraus. Wir hatten in mehrfacher Hinsicht Glück, zum einen hatte fünf Minuten vor unserer Ankunft jemand eine Reservierung abgesagt, so dass wir einen Tisch bekamen und zum anderen war es unfassbar lecker. Wir konnten uns quer durch die Karte essen, mit dem Angebot alles zu teilen, tranken leckeren Wein und erfreuten uns an der Freundlichkeit der Gastgeber.
Morgen werden wir nach Bordeaux fahren, da müssen wir doch einiges an Kilometern zurücklegen und am Zielort erwarten uns heiße 41°C.
