Am Morgen fahren wir als erstes in das Visitor Centor vom nahe gelegenen State of Alaska Outdoor & Recreation Park in der Hoffnung auf kompetente „Pilzgespräche“. Wir werden nicht enttäuscht. Eine junge Rangerin, die wir ansprechen, kann uns nicht helfen. Auch sie hat keine Ahnung von Pilzen. Die hinzugeholte ältere Kollegin ist auch keine Pilzesserin, weiß aber von extra ausgeschriebenen Pilzreisen zu berichten und empfieht und ein Pilzbestimmungsbuch. Dieses wird von uns gekauft und wenig später lachen wir uns scheckig. Nun haben wir noch ein weiteres gutes Pilzbestimmungsbuch für zu Hause. Der Steinpilz heißt sogar „Steinpilz“ und die Rotkappe „Rotkappe“. Kein Wunder, dass die Alaskaner die Pilze nicht essen 😉 Auf dem Weg vom Visitor Center zurück zur Hauptstraße vermuten wir viele Pilze im undurchdringlichen Dickicht links und rechts der Straße und bleiben dann doch einmal stehen. Wir schlagen uns ins Gebüsch und müssen die Pilze nicht suchen, sondern können sie ernten. Dabei werden wir von einer Frau beobachtet, die uns dann auch darauf anspricht. Sie freut sich, endlich einmal Menschen zu treffen, die ein ähnliches Hobby wie sie haben. Sie erzählt uns, dass sie aus Kalifornien nach Alaska gezogen ist und noch keinen Einheimischen getroffen hat, der Pilze sammelt. Sie selbst trocknet sie, kocht sie ein usw. Vor Freude darüber, dass wir Pilze mögen, schenkt sie uns all ihre bereits gesammelten Pilze und wir sind für diesen Tag nun endgültig mit Fülle gesegnet.

Zu den Pilzen soll es auch eine Beilage geben. Jens, in Norwegen passionierter „Fischherausholer“ will es nun auch einmal probieren. Das Komplizierteste vor dem Angeln ist das Ausfüllen des Antrages für die Fishing License. Die Angaben zu Augenfarbe, Körpergröße etc. sind komplizerter als bei der Einreise 😐 Wer kennt schon seine Körperlänge in Fuß und Zoll? Glücklicherweise sind die Ruten zu Hause auch imperial bezeichnet.

Endlich im Besitz der Angelerlaubnis geht es nun zum Fluß. Jens wirft einige Male, bald zappelt es auch, Jens freut sich, der Lachs springt, winkt mit der Brustflosse und sagt „Good bye!“ Auch eine Stunde später sieht das Bild nicht anders aus, Fischfang ohne Widerhaken ist halt doch etwas komplizierter. Jens hat viel Spaß an diesem Ort und in unsere Pfanne wandert ein Fisch aus dem Supermarkt.

Ein bisschen Sightseeing wollen wir heute aber auch noch machen. So fahren wir nun weiter bis Kenai zur Mündung des Kenai River um dort einen ersten Ausblick über das Cook Inlet zur Aleuten Range zu bekommen.

View above Cook Inlet from mouth of Kenai River

Weiter geht es nach Süden immer direkt an der Küste entlang bis zum Johnson Lake. Dort wollen wir heute Nacht stehen bleiben. Auf dem Weg dorthin begegnet uns diese Mutter mit ihrem Kind.

Mama Moose with pup

Am Johnson Lake bekommen wir einen schönen Stellplatz und Jens darf erst Feuer machen und sich dann dem Putzen der Pilze widmen.

Jetzt sind wir uns sicher!

Jetzt sind wir uns sicher!

An diesem Abend essen wir wirklich bis wir fast platzen, dass waren heute ausreichend viele Pilze.

 

 

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