Heute haben wir einen etwas längeren Weg vor uns. Etwa 390 km trennen uns von unserem Ziel. In Otjiwarongo füllen wir unsere Vorräte auf und kaufen noch all das, was wir bei unserem ersten Einkauf noch nicht auf dem Zettel hatten 🙂

Unser Ziel ist heute die Grootberg Lodge, die wir uns ursprünglich als erste feste Unterkunft ausgesucht hatten. Die Lodge liegt am Rande des Etendeka Plateaus oberhalb des Klip Rivier Canyons. Das letzte Stück der Strecke den Grootberg hinauf muss man nicht unbedingt selber fahren, sondern man könnte auch unten stehen bleiben und wird hinauf gebracht. Aber wozu haben wir so ein tolles Auto gemietet? Nach einem Blick ins Auto, ob die Untersetzung schon zugeschaltet ist, lässt uns der „Bergwächter“ losfahren. Die Untersetzung brauchen wir und zumindest Eva hofft, dass uns auf der Strecke bis zur Lodge niemand entgegenkommt. Jens hat da immer eine etwas sportlichere Einstellung 😉

Die Mitarbeiter der Lodge heißen uns auf das herzlichste Willkommen und nach einem Blick in unsere Lodge begeben wir uns mit Buch und Fotoapparat Richtung Pool. Zum Baden ist es allemal zu kalt, dafür wird der tolle Infinity-Pool fleißig von Vögeln als Tränke benutzt.

Auch die possierlichen Felsenratten und die Felsenagamen genießen die Wintersonne und sind lohnende Motive.

Inzwischen neigt sich der Tag dem zeitigen Ende entgegen und taucht den Canyon des Klip Rivier in schönes Licht.

Klip Rivier Canyon at sunset

Etendeka Plateau at sunset

During a few golden minutes

Grootberg Lodge at sunset

Wie immer im südlichen Afrika ist es kurz darauf stockdunkel. Wir ordnen noch etwas unsere Sachen und gehen dann erstmal zum Abendessen. Da einer der anwesenden Gäste heute Geburtstag feiert, kommen wir alle in den Genuss des Gesangs des Küchen- und Servicepersonals. Da müssen wir uns beim Geburtstagskind fast noch bedanken;-)

Nach einem Schlummertrunk am Kamin geht Eva unter die Dusche und Jens ans Stativ. Zuerst nimmt er den Blick von unserem Chalet Richtung Westen ins Visier. Dort ist über dem Horizont das eine Ende der Milchstraße zu sehen.

Milky way above the Etendeka Plateau

Danach geht der Blick eher Richtung Osten mit der zentralen Milchstraße über uns. So bekommen wir die Milchstraße in Europa nie zu sehen. Wir haben das Gefühl, durch das Sternenband bis ins Zentrum unserer Galaxie blicken zu können.

Stay under the Milky Way

Von derselben Position aus versucht Jens eine Belichtung über reichlich zwei Stunden um die Sternenbewegung aufzunehmen. Es ist nicht ganz gelungen, da der Himmelssüdpol leicht rechts außerhalb des Bildes liegt und sich die Milchstraße nach oben aus dem Bild dreht. Interessant ist es trotzdem.

2 hours under starry sky

Diese Belichtung gibt es hier auch nochmal als Zeitraffer-Video.

Pünktlich zum Sonnenaufgang steht Jens wieder am Berg und fängt das erste Sonnenlicht ein.

At the edge of Klip RIver Canyon

At the edge of Klip RIver Canyon

Beobachtet wird er dabei von Springböcken.

Springbok in morning light

Nach einem leckeren Frühstück verabschieden wir uns in der Lodge, in welcher wir uns sehr gut aufgehoben fühlten. Im Vorfeld hatten wir einige negative Kommentare gelesen, da es in den einzelnen Chalets keine Steckdosen gibt. Uns hat es nicht gestört und bei dieser exponierten Lage finden wir es auch super, dass 22 Uhr das Licht ausgeht. Stromsparen auf afrikanisch!

Nun schaukeln wir gemächlich den Berg hinunter und merken erst jetzt, wie steil es wirklich ist.

Nur mit 4x4!

Wir fahren noch ein Stück Richtung Palmwag und schauen uns die Landschaft an, um dann wieder zu wenden. Langsam bewegen wir uns auf Etosha zu.

dieLeuchtturms

Sie schreibt, er fotografiert

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