Die wirklich sonnigen und warmen Tage in Andalusien haben wir nun hinter uns gelassen und es beginnt ein eher bewölkter Abschnitt unserer Reise. Wir wollen uns aber nicht beklagen, da es immer noch leicht über 20 °C sind und das für eine Stadt ziemlich ausreichend ist. Heute steht der Besuch der Mezquita an. Ursprünglich wurde sie im 8. Jahrhundert als Moschee erbaut, mit 23.000 m² gehörte sie zu den größten Moscheebauten weltweit. Nach der Reconquista wurde sie im 13. Jahrhundert in eine Kathedrale umgewandelt. Sie ist weltberühmt für ihren Wald aus über 850 Säulen und rot-weißen Hufeisenbögen. Als Kaiser Karl V. nach der Eroberung Granadas die Kathedral-Moschee in Cordoba erblickte, soll er obiges gesagt haben. Auch wenn nicht gesichert ist, dass er jemals die Baustelle der Mezquita besuchte, würden wir ihm zustimmen.

Wir waren nun schon ein paar mal in der Mezquita und ich bin jedesmal aufs Neue begeistert von der Schönheit der ursprünglichen Moschee. Schade, dass man dieses Kunstwerk nicht erhalten konnte. Andererseits ist vielleicht diese Kirche in der Moschee der Grund, warum diese nicht geschliffen wurde.

Zum Glück hat man sie nicht dem Erdboden gleichgemacht, so dass man heute noch die Schönheit der Moschee bewundern kann. Die Kathedrale in ihrem gotischen Stil ist zu vernachlässigen, ist sie doch überall auf unserem Kontinent so zu finden. Maya und Leonie hatten sich an Jens‘ „Anweisung“ gehalten und nichts über Cordoba im Vorhinein gelesen und waren ob der Größe und Schönheit des Moscheebaus beeindruckt. Das da mittendrin eine Kirche steht, haben sie trotz parallel stattfindender Messe mit Orgelklängen und Gesängen nicht so schnell herausgefunden.

Im Anschluss gab’s noch ein kurzes Shopping-Erlebnis und einen Besuch in der Apotheke. Nachdem Leonie am Beginn des Urlaubs herumnieste, hat sie die Erkältung nun wohl erfolgreich an Maya weitergegeben. Da meine Reiseapotheke aber eigentlich immer ganz gut ausgestattet ist und wir den Inhalt wirklich selten brauchen, gab’s in der Apotheke nur Lutschbonbons und Pflaster für meinen malträtierten Arm.

Eigentlich wollten wir dann noch mit der Medinat Al-Zara eine maurische Ausgrabungsstätte besuchen, hatten dafür aber keine Tickets im Vorfeld reserviert, sodass dieser Besuch vergebens war. Nach dieser kurzfristigen Enttäuschung widmeten wir uns dann gleich mal dem völlig überteuerten Kauf von Eintrittskarten in die Kathedrale von Sevilla am morgigen Tag. Auch da gab es auf einfachem Wege nämlich nichts mehr 😳.

Den Rest der Strecke chauffierte uns Leonie durch die Gegend, ich saß hinten und hörte Musik und Jens konnte so sogar eine Weile schlafen 😴. Den Weg ins Parkhaus übergab sie dann aber freiwillig wieder an Jens, es war nicht ganz so eng, aber auch nicht wirklich groß. Das Hotel lag gleich um die Ecke, Maya schmiss sich ins Bett, so dass wir zu dritt die verwinkelten Gassen von Sevilla erkundeten und uns die ersten Tapas einverleibten. Ferien in Spanien sind schon was Feines, das konnten wir beim gemeinsamen Abendessen auch wieder feststellen. Jens und ich beendeten den Abend in der Piano-Bar unseres Hotels, während die Damen sich zur Nachtruhe zurückzogen.

Eva

Sie schreibt und immer häufiger fotografiert sie auch.

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