Nun ist sie also vorbei, die letzte Reise die wir zu einer Firmung verschenkt haben. Begonnen hat alles zu Magdas Firmung vor 11 Jahren, damals mit einem fast 16jährigen Mädchen nach Island. Den Abschluss bildete nun die Reise nach Andalusien. Dazwischen durften wir nochmals nach Island, aber auch Marokko und die Kanaren waren Ziele. Der ein oder andere Knüppel wurde uns zwischen die Beine geworfen, am Ende hat alles immer irgendwie funktioniert. Wir durften jungen Menschen ein bisschen was von unserer Reisewelt zeigen, mit ihnen staunen und uns an ihrer Freude erfreuen. Manchmal haben wir sie auch überfordert, mit Eindrücken in den Ländern, aber sicher auch mit unserer Reisegeschwindigkeit. Am Anfang waren Magda und Leonie noch allein mit uns unterwegs, nach der Erfahrung mit Kleopas und Elias durften die beiden „Großen“ ihre jüngeren Geschwister dann noch einmal begleiten.

Uns hat es immer Spaß gemacht, manchmal haben auch wir uns gewundert, sehr oft haben wir auf diesen Reisen an unsere eigenen ersten Reisen in diese Länder zurückgedacht oder auch an unsere eigenen ersten Schritte vor nunmehr über 30 Jahren zu allen möglichen Urlaubszielen.

Auf andalusischem Boden haben wir immer wieder unsere Campingerfahrungen neben den Luxus unserer diesjährigen Unterkünfte gestellt. Wir haben uns daran erfreut, in Ronda nur den Fuß vor die Haustür zu stellen und mitten im Geschehen der Semana Santa zu sein. Auch in allen anderen Städten waren wir froh über die Nähe zu den Sehenswürdigkeiten (vor allem mein Knie wusste das sehr zu schätzen). Irgendwann, sicher nicht im nächsten Jahr, aber irgendwann werden wir die verschiedenen Länder und Städte wieder besuchen und uns dann wahrscheinlich erinnernd anschauen: „Weißt du noch, …?“

Eine erwartete Reise

Am späten Nachmittag des 1. Aprils kamen unsere beiden Mitreisenden (in Gestalt von Maya und Leonie) nach Dresden, wurden von uns eingesammelt und kurz darauf machten wir uns auf den Weg nach Prag. Erstmalig hatten wir diesen Flughafen als Abflugort ausgewählt, eine Übernachtung wurde auch eingeplant.

Unser Ziel ist über Ostern Andalusien. Dieses Jahr hat Eva schon ab Gründonnerstag Ferien, sodass wir von der Semana Santa vor Ort noch relativ viel mitbekommen können. Wir haben das schon zweimal erlebt und hoffen, dass es auch unseren beiden mitreisenden jungen Damen etwas gibt. Wir werden sehen…

Prag – Málaga – Ronda

Das Erlebnis Prager Flughafen war sehr unspektakulär. Das Prozedere war einfach, schnell fanden wir uns am Gate wieder und überpünktlich flogen wir los um noch pünktlicher zu landen. In Málaga bekamen wir ebenso schnell unseren Mietwagen. Dieser ist riesig, chinesisch...

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Paukenschläge

Eigentlich ist der lange Tag, der gegen halb 4 am Morgen in Prag begann, für uns vorbei. Als die letzte Prozession aus dem alten Dorf kommend die Puente Nuevo überquert hatte, ließen wir sie ziehen und zogen uns in unser...

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Viernes Santo

Nachdem wir am Gründonnerstag schon ziemlich begeistert von Ronda waren, setzte sich das am Karfreitag ungehindert fort. Unser spartanisches Karfreitagsfrühstück, bestehend aus Brot, Olivenöl und Tomaten nahmen wir bei schönstem Sonnenschein auf unserer Terrasse ein. Dann begaben wir uns wieder...

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Zurück nach Reihe 10

Für den samstäglichen Morgen hatten wir uns für 8:00 Uhr verabredet, um uns ein Frühstückslokal zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht einmal die Sonne über den Horizont geklettert. Unsere beiden Mitreisenden sahen etwas zerknittert aus, scheinbar war ihre...

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Domingo de Resurrección

Nach dem heutigen Tag bin ich mit sicher, dass mit dem Osterhasen irgendwas nicht stimmt. Aus Gründen, die für mich nicht nachvollziehbar sind, hat er nur das Zimmer von Maya und Leonie gefunden und wir sind leer ausgegangen. Ein komischer...

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Wohnburg und Garten

Bevor wir Granada verlassen können, steht am Montagvormittag noch der Besuch der Alhambra an. Dafür müssen wir uns schon vor Sonnenaufgang zum Frühstück treffen, was hier aber nicht so furchtbar früh ist, da die Sonne erst kurz nach acht über...

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Kolumbus, Kutsche und Pilze

Es ist Mittwoch nach Ostern. Die Semana Santa haben wir hinter uns gelassen, der Besuch in andalusischen Städten geht weiter. Heute ist der zweite Tag in Sevilla, das Wetter ist so lala, aber wir lassen uns davon nicht abschrecken. Den...

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Kein Licht in der Stadt des Lichts am blauen Meer

Ein bisschen eher als gestern setzten wir uns heute an den Frühstückstisch, da wir heute ziemlich pünktlich in Jerez sein mussten. Dort tauschten wir gegen dreiviertel elf unsere Voucher gegen Tickets für die Show der Königlich-Andalusische Reitschule ein. Die Show...

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Auf dem Dschabal Ṭāriq

Der Nebel der Nacht hat sich gelichtet, wir erwachen mit strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel. Die Seeschlacht scheint  vorüber, die Britten haben gewonnen, Napoleons Pläne einer Seemacht auf allen Meeren sind vereitelt, die Übermacht der spanischen Armada ist gebrochen, die...

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Ein geschenkter Tag

Spätestens gestern Abend zeigte uns ein letzter Blick auf unsere Wetter-Apps, dass wir für heute nicht viel zu erwarten brauchten. Die Wolken würden tief hängen, alles grau in grau. Viel vor haben wir auch nicht mehr. Heute würde uns der...

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Eine unerwartete Rückreise

Unser Rückreiseplan für den Sonntag wird noch im Parkhaus jäh unterbrochen. Eva stolpert über eine zwar gekennzeichnete, von ihr aber trotzdem übersehene Schwelle und stürzt der Länge nach hin, direkt auf ihr Gesicht. Ich habe es nicht live gesehen, die Schreie und das Jammern danach jagt mir aber immer noch Schauer über den Rücken. Zum Glück ist Eva die ganze Zeit hellwach und weiß aufgrund ihrer ständigen Erste-Hilfe-Kurse immer genau, was zu tun ist und was nicht. Ich habe zum Glück kein Problem damit, Blut zu sehen und bleibe zumindest ruhig. Zusammen mit dem Parkwächter rufen wir einen Rettungswagen, an einen Rückflug ist für uns nicht zu denken. Die Mädels schicke ich mit dem Taxi zum Flughafen, damit wenigstens sie nach Prag zurückkommen. Dort werden sie von ihren Eltern abgeholt werden.

Wir sind inzwischen in der Notaufnahme eines Krankenhauses und erleben einmal hautnah das Prozedere bei einem richtigen Notfall. Zum Glück ist es längst nicht so, wie es in Filmen dargestellt wird, es läuft alles recht ruhig ab. Ganz begeistert bin ich darüber, dass dies in Spanien keinen Cent kostet, das Vorlegen der Krankenkassenkarte aus Deutschland reicht. Das CT zeigt keinerlei Bruch oder andere schlimme Dinge, für mich ist das fast ein Wunder unter dem optischen Eindruck, den ich von Evas Gesicht habe. Nach etwa zwei Stunden sind wir entlassen, meine letzte Rückfrage, ob wir fliegen könnten, hat die Ärztin ausdrücklich positiv beantwortet. Nebenbei bemerkt: Die sprachlichen Fähigkeiten im Krankenhaus beschränken sich auf spanisch, mit englisch kam ich hier nicht weit. Dank Translator, im Einsatz bei mir und der Ärzteschaft, lässt sich aber auch dieses Problem lösen. Eva hat natürlich Schmerzen, hauptsächlich Kopfschmerzen, ihr dauerte das im Krankenhaus auch alles viel zu lange, ich kann aber eigentlich nur Positives über den Prozess sagen, mehr zu erwarten, ist wahrscheinlich illusorisch.

So nehmen wir das erste Taxi zurück zum Parkhaus, der Parkwächter ist auch ziemlich erleichtert, dass es Eva soweit gut geht. Er hat inzwischen die Blutlachen entfernt. Am Ort des Unglücks ist nichts mehr davon zu sehen. Wir suchen uns ein Hotel in der Nähe des Flughafens, Eva legt sich hin und ich bringe das Auto zurück zur Vermietung am Flughafen. Die kleine Nachzahlung für die zweistündige Überziehung der Mietzeit ist in Anbetracht der Situation vernachlässigbar. Wieder im Hotel eruiere ich unsere Optionen nach Hause zu kommen. Im Krankenhaus musste ich ja damit rechnen, dass wir nicht fliegen können. Die Option Zug hätte reichlich zweieinhalb Tage gedauert, ein Mietwagen hätte mir eine ziemliche Leistung abverlangt, durch die fällige Einweggebühr hätte uns das Auto am Ende wohl gehört. Aber zum Glück können wir fliegen. Sogar am Sonntagabend wäre dies noch möglich gewesen, wir entscheiden uns aber für den Flug am Montagmorgen. Kurz nach 13:30 sind wir in unserem Auto in Prag, die restliche Heimreise läuft exakt so wie geplant, nur einen Tag später. Eva hat ihren Ausfall schon gestern in die Schule kommuniziert, ich zu meinen Kollegen ebenso. Zum Glück kann ich von überall arbeiten und habe dies auch schon am Sonntag im Hotel getan.

dieLeuchtturms

Sie schreiben und fotografieren beide

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