Bevor wir Granada verlassen können, steht am Montagvormittag noch der Besuch der Alhambra an. Dafür müssen wir uns schon vor Sonnenaufgang zum Frühstück treffen, was hier aber nicht so furchtbar früh ist, da die Sonne erst kurz nach acht über den Horizont steigt. Dann verstauen wir unser Gepäck im Hotel und checken aus.

Da mir mittlerweile linkes Knie und rechter Fuß gleichermaßen weh tun, war der Plan, entweder mit dem Bus oder mit dem Taxi den Berg zu erklimmen. Da uns aber beides nicht gelingt, lasse ich Jens und die beiden Damen vorlaufen und mache mich langsam auf den Weg der Verfolgung. Reichlich vor unserem Timeslot, zu dem wir den Nasridenpalast betreten dürfen, die Eintrittskarten haben wir schon vor einem halben Jahr gekauft, bin auch ich am Eingang angekommen und kann mich noch eine Weile hinsetzen. Kurz vor zehn dürfen wir dann hinein um uns das Meisterwerk maurischer Architektur aus dem 13. bis 14. Jahrhundert anschauen. Vor allem der berühmte Löwenpalast mit seinen feinen Stuckarbeiten, Holzschnitzereien und farbenfrohen Kacheln weiß zu bezaubern. Immer wieder hört man Ah‘s und Oh‘s, in die wir fleißig mit einstimmen.

Als wir nach einer reichlichen Stunde den Palast verlassen, laufen wir weiter durch das weitläufige Gelände. Ich suche mir nahe des Ausgangs eine Bank und die drei anderen Teilnehmer unserer Reisegruppe begeben sich noch in die Gärten des Generalife. Diese haben schon 800 Jahre überdauert und sind so einer der ältesten, durchgehend bewirtschafteten Palastgärten der Welt.

Für den Rückweg gelingt es uns dann doch, ein Taxi zu erhaschen und im Herzen Granadas gibt es noch eine kleine Stärkung, bevor wir unser Gepäck auslösen und uns wieder mit einem Taxi Richtung Parkhaus aufmachen.

Das Ziel unseres heutigen Tages wird Cordoba sein, am Nachmittag erreichen wir die Stadt, suchen das empfohlene Parkhaus und finden nach ein bisschen Sucherei auch einen Platz für unser etwas größeres Fahrzeug im etwas zu klein geratenen Haus. Das Hotel im jüdischen Viertel ist schnell zu Fuß erreicht und nach einer kurzen Erfrischungspause geht’s zur Markthalle, wo wir alle vier etwas leckeres zu essen finden (Jeder entsprechend seiner persönlichen Vorlieben, Jens und ich können uns nach Herzenslust den Sardinen widmen.). Am Abend essen wir in einem jüdischen Restaurant und gehen dann noch als Abschluss zur römischen Brücke, bevor wir uns jeder in unser Zimmer begeben. Die „Mädels“ haben eine Suite, die sie abwohnen müssen und wir ein wunderbares Zimmer ganz oben im Hotel mit einer bezaubernden Terrasse. Da müssen wir nun unbedingt noch ein Glas Wein mit Blick auf die Mezquita trinken. Die werden wir morgen besichtigen und Jens hat Maya und Leonie empfohlen, sich nicht im Vorfeld zu informieren, damit dieses Erlebnis eine Überraschung wird.

Eva

Sie schreibt und immer häufiger fotografiert sie auch.

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