Ein bisschen eher als gestern setzten wir uns heute an den Frühstückstisch, da wir heute ziemlich pünktlich in Jerez sein mussten. Dort tauschten wir gegen dreiviertel elf unsere Voucher gegen Tickets für die Show der Königlich-Andalusische Reitschule ein. Die Show begann um zwölf und wir waren natürlich sehr gespannt, hatten wir doch unterschiedliches dazu gelesen. Ich selbst war ja nie ein Pferdemädchen, kann diesen Tieren aber durchaus etwas abgewinnen. Den Großteil der Show habe ich mich dann gefragt, wie freiwillig wohl all das ist, was wir von den Pferden zu sehen bekommen. Aber da ich so gar keine Ahnung habe, begnüge ich mich damit, manches als elegant zu betrachten. Im Herzen hoffe ich einfach, dass die Tiere den Rest des Tages gut und liebevoll behandelt werden, zumindest manchmal hatte es schon den Anschein, das die Jockeys ihre Pferde mochten 😉.

Dann fanden wir tatsächlich noch sowas wie eine Innenstadt von Jerez, aßen wunderbar lecker zu „Mittag“ und fuhren dann auf direktem Weg nach Cádiz. Diese Stadt auf einer Insel vor Spanien, welche die Phönizier gründeten, hatten wir eigentlich herausgesucht, weil man hier so tolle Sonnenuntergänge erleben kann. Leider weiß man ein halbes Jahr im Voraus nicht, wie das Wetter wird. Der Sonnenuntergang war es auf jeden Fall nicht, der uns heute bezaubert hat. Beim Gang zur Kathedrale haben wir uns aber noch in ein Café gesetzt und siehe da: Heute wurden uns noch einmal die Heiligenfiguren, die zur Semana Santa durch die Stadt getragen werden, präsentiert. Pünktlich 20 Uhr öffneten sich die Tore der Kathedrale und mit vielen Ministranten und Weihrauch ging es noch einmal los. Da wir nicht herausbekommen haben, was da wirklich vor sich ging, haben wir uns eingebildet, dass jetzt die Figuren wieder in ihre Stammkirchen kommen, wer weiß, was da wirklich passierte…

Wir haben diesmal den Abend mit sehr viel Thunfisch für die einen und fischfreier Kost für die anderen beschlossen und lauschen nun in unserem Appartement den Klängen der Stadt.

Eva

Sie schreibt und immer häufiger fotografiert sie auch.

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