Dieser Tag war unser letzter Urlaubstag und entgegen unserer bisherigen Routinen zwingt uns unser E-Auto neue Ideen auf. Da klar war, dass der Weg von Reims nach Dresden zu lang sein würde, um hinterher noch erholt zu sein, fuhren wir nur bis nach Speyer. Auf dem Weg lag nun unweigerlich Verdun. Und wenn wir schonmal hier sind, so dachten wir uns, widmen wir noch einen kleinen Teil unserer Urlaubszeit den Geschehnissen hier im 1. Weltkrieg. Arnold Zweig schrieb darüber in seinem Roman „Erziehung vor Verdun“, Erich Maria Remarque nahm im Roman „Im Westen nichts Neues“ die Perspektive des jungen Soldaten Paul Bäumer ein, der nicht direkt hier stationiert war, sondern weiter nördlich im belgischen Ypern. Insofern hatten wir eine gewisse Vorstellung davon, was uns im Museum auf dem alten Schlachtfeld noch einmal anschaulich verdeutlicht werden würde. Wie eigentlich immer in Europa, ist auch das wieder ein gut gemachtes Museum. Es wird nur offenbar nicht von denen besucht, die es am dringendsten nötig hätten. So müssen wir zur Zeit gar nicht soweit nach Osten schauen. Das dort Tag für Tag Geschehene titelt unsere Presse im Grunde auch nur noch mit „Im Osten nichts Neues“.

Der Plan bis Speyer zu fahren, war tatsächlich eine super Idee. Wir hatten ein schönes Hotel direkt am Dom, die Kommunikation war dort von Anfang an hervorragend. Auch die Reservierung im angrenzenden Brauhaus überraschte uns. Da merkten wir, dass wir an der Weinstraße waren. Im Brauhaus gab’s feinsten Wein 😁, und diesen sogar mit Beratung!
Am nächsten Morgen beschlossen wir unseren Urlaub mit der Messe im Speyrer Dom – zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir konnten im Anschluss an den Gottesdienst gleich noch den Dom besichtigen. Ein sehr imposantes Gebäude, das größte seiner Art weltweit. Es steht den vielen gotischen Kathedralen in Frankreich in nichts nach und brachte somit unseren Urlaub zu einem würdigen Abschluss.

dieLeuchtturms

Sie schreiben und fotografieren beide

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