Zwischen unseren beiden ersten Inseln legten wir einen Zwischenstopp in La Rochelle ein. Wir waren bei unseren letzten Frankreichbesuchen immer mal hier in der Gegend, aber eben immer einen Ticken zu weit von La Rochelle und seinem Aquarium entfernt. Diesmal passte das richtig gut. Da wir am Tag zuvor noch nicht wirklich absehen konnten, wann wir vor Ort sein würden, wollten wir den Besuch eher spontan einplanen. Vor dem Aquarium stellten wir dann aber fest, dass die Schlange für den „normalen Einlass“ doch ganz schön lang war. So sind wir erst einmal essen gegangen und haben uns von dort ein Online-Ticket gebucht. Das war eine gute Entscheidung, so konnten wir dann doch einfach an der Schlange vorbei zum Einlass gehen.
Das Aquarium war schön, vor allem, da man über viele Meeresgebiete etwas anschauen und lernen konnte. Für unseren (oder auch nur meinen) Geschmack wurden pro Zeitslot einfach zu viele Besucher eingelassen. Es war ganz schön voll und auch entsprechend laut. Wenigstens die Fische haben ihr Maul gehalten 😉. Aber so haben wir den Punkt endlich auch mal von unserer imaginären Liste bekommen.
Weiter ging’s dann auf die Île de Ré – die weiße Insel, wieder über eine Brücke, diesmal mit Maut. Unser Quartier haben wir hier in Saint-Martin-de-Ré genommen, einer Festungsstadt, deren Ursprünge schon im 10. Jahrhundert liegen. Am einfachsten war es für uns, außerhalb der Festungsmauern zu parken und die Fahrräder mit dem zu beladen, was wir für 3 Tage brauchen. Unser Hotel liegt direkt am Hafenbecken, wenn das Fenster geöffnet ist (also immer), hört man nicht nur die Geräusche der Menschen von draußen, sondern auch die Musik, die abendlich auf einer Bühne dargeboten wird.
Das Wetter hat ein Einsehen mit uns und es ist endlich mal ein paar Grad kühler. Gestern hatten wir uns eine Radtour durch die Salzgärten im Norden der Insel ausgesucht. Neben dem Besichtigen der Salzgärten wollten wir auch gleich noch unseren Salzvorrat auffüllen, mit Gros sel de l’Île de Ré. Auf unserem Weg wurden wir sowohl hin als auch zurück von permanenten Donnergrollen und natürlich auch Blitzen begleitet. Mich persönlich ließ das immer ein bisschen schneller radeln, da ich gern einen Unterschlupf wollte, wo man nicht zu nass wurde. Trockenen Rades sind wir bis nach Ars-en-Ré gekommen und gerade, als wir entschieden hatten, noch bis zum Leuchtturm weiterzufahren, zog eine sehr, sehr dunkle Wolke auf. Diese bescherte uns ein leckeres Mittagessen unter einem Dach, während um uns herum ein Wolkenbruch niederging, der seinesgleichen sucht. Wir entschlossen uns dann, doch den Rückweg anzutreten, zwischendurch hüpften noch ein paar Austern in Jens‘ Magen und am Nachmittag erkundeten wir dann unseren Wohnort auf Zeit.
Die Insel gefällt uns ausgesprochen gut, sie ist viel kleiner als die Île d’Oléron, es gibt so gut wie keinen Autoverkehr, dafür unfassbar viele Radverleiher und auch Menschen, die Räder ausleihen. Von unserem Hotelzimmer aus beobachten wir, wie das Hafenbecken regelmäßig geleert und wieder gefüllt wird 😁, es gibt viele nette Restaurants, durch die wir uns durchprobieren.
Heute strahlte vom Himmel die Sonne wieder völlig unbedeckt, aber es war zum Glück nicht ganz so heiß wie noch vorgestern. So haben wir uns mit den Rädern nach La Flotte aufgemacht. Bevor wir dieses kleine Dorf besichtigten, fuhren wir aber erst zur Ruine der Abbaye des Châteliers.
In La Flotte kamen wir gerade noch rechtzeitig zum Markt, diesmal gab es für mich unglaublich leckere Erdbeeren und für Jens… (ihr wisst schon). Den Nachmittag vertrödelten wir mit lesen und gucken und essen und schon ist Teil 2 des Insel-Hoppings fast schon wieder Geschichte. Morgen geht’s auf die Belle-Île, dritte und letzte Insel.
