Die Brúará stürzt in zwei Stufen nur 5m in die Tiefe. Trotzdem wird er häufig als schönster Wasserfall Islands bezeichnet. Der kleine Fluss Brúará verbreitert sich direkt vor dem Wasserfall, um dann hufeisenförmig in unzähligen kleinen Bächen einige Meter tiefer zu fallen. Und im Ausfluss des Wasserfalls fließt das Wasser in einem Azurblau, wie man es nur selten sehen kann. Für uns liegt er vielleicht auf Platz 2 der schönsten Wasserfälle der Insel, hinter dem Dynjandi in den Westfjorden.

Und wie immer in Island gibt des auch hier eine Legende: In der Nähe des Brúarfoss, rund 3 km nördlich, soll es einen natürlichen Steinbogen über den Fluss gegeben haben, der ihm den Namen gab. 1602 wurde nach einer Sage auf Befehl des Gutsverwalters von Skálholt der Bogen zerstört, um für Bettler den Weg zu dem Ort abzuschneiden. Wenig später soll der Gutsverwalter dann selbst in der Brúará ertrunken sein.

(Jens Willhardt, Christine Sadler: Island. 3. aktualisierte und überarbeitete Auflage. Michael Müller, Erlangen 2003, ISBN 3-89953-115-9, S. 287f.)

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