Der Tag beginnt heute etwas früher als sonst – und das will bei uns etwas heißen!
Noch vor 3.00 Uhr klingelt der Wecker. Vor uns steht die Anfahrt bis zum Sunrise Visitor Center im Mt. Rainier Nationalpark und vom dortigen Parkplatz der Gang bis an den Rand des White River Canyons genau gegenüber des Emmon Gletschers an der Ostflanke des Berges. Nachdem wir 1 Stunde bis zum Parkplatz gefahren sind, beschließt Eva, weiterhin das zu tun, was man um diese Uhrzeit gemeinhin macht. Sie geht wieder ins Bett. Jens läuft also los und will zum Frühstück zurück sein, nachdem er dem Berg beim Aufwachen zugeschaut hat.

Ein erster Streifen farbigen Lichtes liegt über dem Gletscher.

First sunrays on Mt.Rainier

First sunrays on Emmons Glacier

Genauso schnell wie das Licht gekommen war, ist es auch wieder verschwunden.
Mount Rainier with Emmons Glacier

Mount Rainier in morning light

Nach einer Weile beleuchtet die aufgehende Sonne nicht nur die paar Wolken über dem Berg, sondern auch den Gipfel selbst.
Mount Rainier and Emmons Glacier

Mt. Rainier summit

Auf den Bildern sieht es zwar nicht so gewaltig aus, aber zwischen meinem Standpunkt und dem Gipfel liegen fast 2500m Höhenunterschied, bis zum White River hinunter sind es nochmal fast 1000m.
Mount Rainier and Emmons Glacier

Seine Majestät ist jetzt erwacht und es kann auch für mich Frühstück geben.
Mount Rainier with Emmons Glacier

Am frühen Vormittag verlassen wir Sunrise und begeben uns auf die Südseite des Berges. Ein letzter Blick zurück zum Gipfel bevor dieser von Wolken verhüllt wird.
Mt. Rainier and White River Canyon

Nachdem wir nun einige Nächte Campgrounds gemieden haben, finden wir heute schnell einen Platz auf dem La Wis Wis Campground kurz vor dem Südeingang des Nationalparks. Außer einem sehr schönen Platz wird dieser heute auch noch andere Überraschungen für uns bereit halten. Zuerst kaufen wir bei den freundlichen Hosts ein Bündel Feuerholz und machen dann auf unserem Platz eine Kaffee- und Duschpause. Vom Tisch unseres Platzes aus schauen wir uns den Wald mal genauer an…

Der Baumkönig

…und entdecken hier wahrscheinlich den Baumkönig 😉

Nachdem wir etwas geruht und uns gestärkt haben, machen wir uns auf nach Paradise in der Hoffnung auf einen schönen Sonnenuntergang. Unser erster Halt am Stevens Canyon verspricht aber keine guten Bedingungen.
Stevens Canyon

So nehmen wir uns Zeit, ein wenig im Paradise Inn zu verweilen, bevor wir noch einen kleinen Rundgang über die Wiesen machen. Die Lodge gefällt uns sehr gut, für die Blütenpracht auf den Wiesen sind wir allerdings schon zu spät im Jahr.
Lobby des Paradise Inn

Paradise Meadows
Vom Nebel und Regen vertrieben fahren wir den Berg runter zu unserem Campground. Hier sind wir etwas irritiert, finden wir unsere Campsite doch vermeintlich nicht wieder. Am Nachmittag bei der Abfahrt hatten wir Feuerholz und unsere beiden Campingstühle stehen lassen und das alles hat einem anderen Urlauber wohl ausnehmend gut gefallen 😉 Na gut, haben wir diese Erfahrung erstmalig nach 20 Jahren Urlaubserfahrung in Nordamerika auch mal gemacht.

Damit wir am Abend etwas grillen können, organisieren wir uns bei den erstaunten und leicht überforderten Hosts neues Feuerholz. Neue Stühle müssen wir uns wohl demnächst bei Walmart besorgen.

Unser Essen lassen wir uns davon nicht verderben, vom Regen ist hier nichts zu merken, der bleibt am Berg hängen.

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