Nach einer ziemlich langen Nacht in einem endlich mal nicht steinharten Bett machten wir uns heute morgen auf die Suche nach einem Frühstück. Fündig wurden wir im hübsch eingerichteten, hauptsächlich von jungen Menschen frequentierten „Le Vespe Café“. Dort gab es mal ein bisschen Abwechslung in den Hotel-Frühstücks-Brei. Im Anschluss lagerten wir unser Gepäck zwischen und machten uns auf den Weg in die „Capella Medici“. Bei mal mehr und mal weniger Regen stellten wir uns an der Kirche San Lorenzo an und harrten auch geduldig in der Schlange aus. Am Kopf derselben angekommen, galt es dann zu erfahren, dass es die Tickets nur in der „Capella“ selbst gäbe, also einmal um die Kirche rum. Naja, also aufgemacht und nochmal angestellt – so kann man einen Tag auch rumbringen. Die Sehenswürdigkeit an sich war nicht so sehr voll und es gab trockenen Hauptes ein bisschen was über die Medici zu erfahren.

Danach wollten wir dem nassen Florenz aber doch den Rücken kehren und orderten unser Auto zur Unterkunft – spannend. Es wurde uns heil übergeben und genauso unversehrt konnten wir damit auch das Gewimmel in den Gassen verlassen. Unser Weg führte uns, mal wieder und heute absolut nicht umsonst, nach San Gimignano. Nach einer Pseudo-Besichtigung, um sich folgende Speisen auch zu verdienen ;), stellten wir uns direkt an der Eisdiele an. Ich war heute mal sehr mutig und habe zu meinem Nutellaeis mal kein Bananeneis, sondern einen italienischen Garten mit Basilikum, Erdbeeren, Cheesecake und Crumble bestellt. Wieso die letzten beiden Zutaten in italienischen Gärten wachsen, wird wohl mein Geheimnis des Urlaubs bleiben. Jens war wie immer im 7ten Himmel, bestellte sich ausgefallene Sachen und natürlich „Champelmo“, nur um beim Rausgehen aus dem Laden festzustellen – er wurde falsch verstanden. Statt Champelmo war irgendwas mit Zimt in seinem Becher gelandet – porca miseria! Was also tun? Der geneigte Leser wird es erahnen, er hat sich nochmals angestellt und dann nur, nur, nur Champelmo genommen. Keine Verwechslung, keine falsche Bestellung, nur eine pelzige Zunge 🙂

Der Rest ist schnell erzählt: Wir sind weiter nach Pienza gefahren, haben zwischendurch einen ausgedehnten Fotostopp mit tausend anderen Fotografen eingelegt (niemand blieb allerdings so lange 😉 und konnten dann in unser sehr schönes Quartier mitten in Pienza einziehen. Elisabetta, die Besitzerin hat uns sehr freundlich empfangen, erstmal mit Kaffee und Kuchen versorgt und gleich noch eine Reservierung für den Abend getätigt. Das Restaurant war gut gewählt, es gab die leckersten Pici, die ich bisher gegessen habe und nun muss eigentlich nur noch Jens den Kampf gegen Steckdosen und Internetverbindungen gewinnen, damit dieser Beitrag auch im Netz erscheint 😉

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