Da sich aktuell der Regen einen Weg aus dem florentinischen Himmel bahnt, nutze ich die Chance und schreibe einen kleinen Kommentar zum heutigen Tag. Es war abzusehen, dass es heute nicht der Brüller-Tag vom Wetter her wird, aber wir haben, wie immer, das beste daraus gemacht.

Am Morgen besuchten wir das kleine, aber feine Monteriggioni. Dort war trotz des Vormittags ganz schön was los, dass Wetter war noch klasse und die Italiener scheinen ihren Feiertag auch zu nutzen um durch die Gegend zu fahren und diese zu bestaunen. Nachdem wir das gleiche gemacht haben und auch noch einen Café getrunken haben, ging es für uns weiter nach Colle di Val d’Elsa. Den alten Teil der Stadt kann man bequem mit einem Fahrstuhl erreichen, so mussten wir uns gar nicht groß anstrengen. Jens kann sich daran erinnern, schonmal da gewesen zu sein, ich nicht (muss gleich neben Shakespeare-Arch liegen – kleiner Insider).

Dann freuten wir uns auf das verdiente Eis in San Gimignano (aus bekannten Gründen Jens vielleicht ein bisschen mehr als ich ;)). Schon bald mussten wir auf dem Weg nach San Gimignano allerdings feststellen, dass es wohl dazu heute nicht kommen wird. Bereits über 1,5 Kilometer vor dem Ortseingang standen die Autos an den Parkplätzen an. Die Italiener machten deutlich, dass sie das mit dem Feiertag ernst meinen. Das mussten wir uns nicht antun. Über Schleichwege haben wir den Stau wieder verlassen und sind auf direktem Weg nach Florenz gefahren.

Hier wurde uns von unserer Unterkunft im Herzen der Stadt, direkt am Palazzo Vecchio ein Parkhaus empfohlen, dessen Erreichbarkeit für mich schon mal wieder nahe am Herzkasper lag, Jens hat’s gefreut. Dort angekommen wurde auch ihm dann allerdings der Autoschlüssel „entwendet“. Nun durfte nur noch ein echter Florentiner im Gewirr der Straßen fahren und zwar direkt bis vor den Eingang unseres heutigen Schlafdomizils. Ich hätte Jens auch keinen Meter auf diesem Weg erlaubt – mitten durch die Fußgängerzone 🙂 Was es nicht alles gibt!

Das Gepäck haben wir dann nur schnell abgeworfen, um uns auf den Weg zu Santa Croce zu machen. Erst gab’s ein leckeres Eis und dann mussten wir obligatorisch direkt vor St. Croce zu Mittag essen und ein Glas Wein trinken. Alte Muster und Strukturen! Danach hat es dann allerdings nur noch für den Gang zu unserem Bett gereicht, heute war endlich mal ein Mittagsschlaf dran. Der Rest des späten Nachmittages ist schnell erzählt: Da wir Florenz nicht ohne einen Gang zum Dom verlassen werden, nahmen wir die Beine in die Hand, um das noch vor dem angekündigten Regen zu schaffen. Das ist uns nicht ganz gelungen, ein paar Tropfen bekamen wir schon ab. Das Abendessen haben wir mit leckeren, sehr umfangreichen Tramezzini und einer Flasche Wein in unserer kleinen Ferienwohnung mit Blick auf die Piazza della Signoria eingenommen. Nun sehen wir dem Regen zu und freuen uns, dass wir nicht mehr mit dem Zelt unterwegs sind. Allerdings wissen wir auch, dass die nächsten Tage wieder besser werden – wetter.com sei dank!

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