Am Morgen war noch alles von dichtem Seenebel eingehüllt. Die Hoffnung, von den Berggipfeln über diesen blicken zu können, erfüllte sich leider nicht, der Nebel ging vielmehr nahtlos in Wolken über. Also nahmen wir uns für den letzten Tag auf den Färöern die Insel Vágar vor. Dort habe ich noch eine Rechnung offen, den Trælanípan. Dort, am Rande der Steilküste ergibt sich eine Perspektive, in welcher der See Leitisvatn bis ans Meer reicht, jedoch eine Etage darüber. Vor vier Jahren waren wir bei der Wanderung falsch abgebogen –  dieses Mal verhinderten die tief stehenden Wolken den Versuch komplett. Naja, da müssen wir halt noch einmal wieder kommen.

In Gásadalur hatten wir mehr Glück, schien doch ab und zu sogar die Sonne durch die Wolken. So konnte sich der Wasserfall Múlafossur sogar noch dekorativ in Szene setzen. Später, auf dem schmalen Weg zum Trøllkonufingur waren wir uns dann nicht so ganz sicher, ob sich für unser 7-Meter-Gefährt eine Wendemöglichkeit ergeben würde, so stellten wir das Schneckenhaus ab, luden die Räder aus der Garage und fuhren mit diesen weiter. Leider hatte sich der Seenebel unter uns schon gelichtet – dem Fotografen unter uns kann man es halt selten recht machen;)

Pünktlich eineinhalb Stunden vor Abfahrt der Fähre waren wir wieder in Tórshavn, durchfuhren das Check-In-Terminal nicht ohne inquisitorisch nach unserem letzten PCR-Test befragt zu werden. An Board begaben wir uns ans Ende der langen Schlange für die Einreiseformalitäten nach Island: Reisepass, Anmelde-Barcode, Impfnachweis und PCR-Test-Ergebnis nicht älter als 72 Stunden – alles was man heute so braucht, hatten wir parat. Als Lohn bekamen wir jeder eine grüne Pappkarte, die wir beim Herunterfahren von der Fähre in Island sichtbar im Fahrzeug platzieren sollten – quasi unsere Greencard für Island…

 

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