Am Morgen nutzen wir die für uns seltene Chance kostenlos zu dumpen und verlegen das Frühstück in ein Family Restaurant nach Hood River. Nach sehr viel Ei und sehr viel Ham schleppen wir uns vollgefuttert zum Auto zurück und fahren das Hood River Valley hinauf. Von hier hat man einen guten Blick auf den gleichnamigen Vulkan. Auf den Ebenen, die nun vor uns liegen, wachsen Äpfel und Birnen. Um den Cider, der hier hergestellt wird, am Straßenrand kaufen zu können, sind wir den ein oder anderen Monat zu zeitig – schade! Später holen wir das im Supermarkt nach. Auf einfachem Weg könnten wir jetzt immer weiter das Hood River Valley hinauf den Berg auf der Ostflanke umrunden. Wir entschließen uns aber den Berg westlich zu umfahren.

Ein letzter Blick in den Rückspiegel lässt uns noch einmal anhalten und den Mt. Adams betrachten.

Mt.Adams

Eine Forststraße führt uns durch den Wald auf den Nordsattel des Vulkanmassivs. Von dort sehen wir den Berg hinter dem Lost Lake besonders schön.

Mt.Hood reflection in Lost Lake

An diesem See liegt ein Resort, das ein wenig an „Dirty Dancing“ erinnert. Obwohl wir mitten in der Woche da sind, ist es sehr gut besucht und es dauert eine Weile, bis wir ein Plätzchen zum Sitzen in der Nähe des Sees finden. Der Ausblick entschädigt dafür, auch wenn es rings um uns sehr laut ist.

Mt.Hood reflection in Lost Lake

Trotzdem bleiben wir hier ein Weilchen und genießen, bevor es weiter des Weges geht.

Bei unseren Freunden sind wir dafür bekannt, dass wir auch mal abseits bekannter Pfade fahren und so wollen wir auch in diesem Urlaub nicht auf diese Erfahrung verzichten. Auf einer Versorgungspiste durch den Wald wollen wir bis zum Lolo Pass auf der Westseite des Mt. Hood.

Eigentlich lässt sich die Fahrt gut an, nur haben wir nicht damit gerechnet, dass mitten im tiefen Wald plötzlich eine Ampel steht – natürlich auf rot! Brav, wie wir sind, stellen wir uns hin und warten auf den Farbwechsel. Nach einer Viertelstunde steigt Jens mal aus und beschaut sich die weitere Strecke. Hm, nicht viel zu sehen, außer einer kleinen Baustelle. Da wir nicht wissen, wie lang die Baustelle ist, warten wir geduldig noch eine Viertelstunde. Plötzlich kommt hinter uns ein Pickup zum Stehen – beruhigend, wir sind nicht die einzigen Menschen hier. Allerdings steigt der Fahrer des Wagens augenblicklich aus und fragt uns, was wir hier an der Ampel machen würden. Auf unsere Antwort: „Wir warten auf Grün.“ bricht er in schallendes Gelächter aus, versichert uns, dies würde in den nächsten Tagen nicht passieren, fährt an uns vorbei und deutet an, wir sollen ihm folgen. So haben wir nun auch ein „Follow me! car“. Außer der Minibaustelle gibt es tatsächlich keine Beeinträchtigung und kurze Zeit später sind wir auf der anderen Seite des Waldes.

Kurz darauf kommen wir von einer Seitenpiste auf den Lolo Pass und haben wieder Asphalt unter den Rädern.

Am Lolo Pass

Mt.Hood

Wir versuchen am Trillium Lake eine Campsite zu bekommen, haben heute aber nicht sofort Erfolg. Später werden wir am Still Creek Trailhead fündig. Heute ist viel Zeit für ein Feuerchen und da der örtliche „Supermarkt“ (in Miniaturausgabe) gut sortiert ist, gibt’s nun endlich mal wieder Couscous.

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