Mittlerweile ist auch unsere innere Uhr in der Pacific Timezone angekommen. Für Bilder am sehr frühern Morgen brauchen wir nun einen Wecker. Da wir diesen heute nicht gestellt haben, besuchen wir erst am Vormittag den China Beach. Vom Campground aus ist es nur ein Katzensprung.

China Beach

Der Regenwald beginnt gleich hinter dem Strand

Am Rande des Strandes finden wir ein Plätzchen um in unserer Lektüre vorwärts zu kommen und versuchen währendessen, die Größenverhältnisse zwischen Steilküste und uns unter einen Hut zu bekommen. Am Ende braucht man zur Betrachtung des Bildes eine Lupe.
China Beach

Besonders beeindruckend ist hier das Grün am Hang.
Am Rande des Regenwaldes

Langsam machen wir uns auf den Rückweg durch den Regenwald, der direkt hinter dem Strand beginnt.
Coastal rainforest

Zusammenfassend können wir sagen, dass China Beach auch sehr schön ist, wir fanden den Mystic Beach aber „geheimnisvoller“ (ein Hoch auf den Erfinder des Namens!). Wir fahren nun weiter Richtung Port Renfrew um dort wenigstens das Ende des Juan de Fuca Marine Trail am Botanical Beach zu laufen.
Botanical Beach

Nach dem Abstieg zur Botanical Bay kraxeln wir über die schroffen Steine entlang des Strandes.
Botanical Beach

Nach einer Weile haben wir den „Gartenstrand“ erreicht.
Botanical Beach

Unser nächstes Ziel wurde schon zu Hause geplant und beginnt für uns mit einer Suche am Fairy Lake. Hier irgendwo soll es einen winzigen Baum auf einem Stein im See geben. Der See ist schnell gefunden, der Baum lässt sich suchen. Sollte er so winzig sein, dass unsere Augen ihn nicht entdecken? Eine hilfsbereite einheimische Camperin freut sich über den Besuch aus der Ferne und preist den See mit all seinen Vorzügen. Als wir ihr erzählen, dass wir sogar im fernen Deutschland vom Baum im See erfahren haben, ist sie völlig aus dem Häuschen. Sie weist uns den richtigen Weg und kurze Zeit später sind auch wir sehr entzückt.
Bonsai Tree

Noch besser wäre hier ein leichter Nebel, aber man kann nicht alles haben. So erfreuen wir uns am Sonnenschein und dem Baum.
Bonsai Tree

Eigentlich wollen wir neute noch weiter Richtung Port Alberni fahren und das möglichst quer über VI. Wir folgen der Straße bis zum Cowichan Lake und passieren diesen am Nordufer. Dabei durchqueren wir große Gebiete, in denen ganze Wälder durch Logging für immer vernichtet werden. Dies hier vor Ort einmal zu sehen ist wirklich nicht schön. In meinem (Eva) Berufsleben setze ich mich gemeinsam mit meinen Schülern dafür ein, dass auf Vancouver Island der Wald geschützt wird. In den letzten Jahren haben wir durch zahlreiche Spenden schon ein paar tausend Quadratmeter Wald vor der Abholzung bewahrt. Für mich ist es schlimm, diesen Eingriff in die Natur mit eigenen Augen zu sehen. Da fällt es mir schwer, heute nicht darüber nachzudenken, welche globalen Auswirkungen solch riesige Waldrodungen haben.

Aber zurück zur Reise: Kurz hinter dem Westufer des Sees stehen wir am Ende der Straße. Da hat uns Google doch etwas „vorgegauckelt“, was es nicht gibt. Ab hier trauen nicht mal wir uns weiterzufahren, wird auf einem Schild doch noch einmal explizit darauf hingewiesen, dass es keine Möglichkeit der Durchreise nach Port Albeni gibt. Schade! Also wenden wir unser Auto und fahren am See zurück und weiter bis zum TCH nach Duncan. Diesen fahren wir bis Nanaimo und dann weiter auf dem Hwy-19 bis Parksville.

Unser erster Versuch, einen Stellplatz zu ergattern, ist auch gleich ein Treffer. Zwar gibt es auf dem Campground am Rathtrevor Beach an sich keine Plätze mehr, aber dieser CG hat eine sehr schönen Overflow-Area, ohne Hookup, aber dafür in direkter Nähe zum Strand. Wir sind mit dieser Lösung sehr zufrieden.

Der Tag ist schon fortgeschritten, wir kommen aber noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Dazu sind wir eigentlich auf der falschen Seite der Insel, das macht uns aber nichts, gehen wir einfach ein Stück ins Watt raus.
Kanadagänse beim Tidepooling

Kanadagänse beim Tidepooling

Kurz darauf fängt der Himmel an in allen Farben zu glühen.
Burning Sky

Nach Osten Richtung Coastal Range sieht es nicht ganz so beeindruckend aus, aber wir sind mittlerweile auch ziemlich verwöhnt.
Sunset above Strait of Georgia

Zurück zu unserem Bett sind es nur wenige Meter in den Wald. An diesem Abend sind wir ziemlich erledigt, hatten wir doch ursprünglich keine so lange Strecke geplant. Aber wie immer ist auch in diesem Urlaub nicht alles planbar und das ist auch gut so.

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