Nach einer Nacht mit der ein oder anderen Unterbrechung (vor allem durch abreisende Mitbewohner) konnten wir uns am Morgen zu einem leckeren Frühstück inklusive nettem Gespräch mit Andi in der Küche niederlassen. Von da aus gab es einen schönen Blick auf den Sonnenaufgang.
Danach führte uns der Weg über das Geothermiekraftwerk bei Grindavik, welches auch die bekannte Blaue Lagune speist, zum Hochtemperaturgebiet nach Seltún. Vor zwei Jahren konnten wir uns dem Gestank faulender Eier nicht aussetzen, da es vor lauter Schnee nicht erreichbar war. Heute stand einem Besuch nichts im Weg. Ein bisschen hat Jens ja auch darauf gehofft, dass der Vulkan „Thorbjörn“ ausbricht. Dieser gibt sich nun schon seit Wochen Mühe, indem er Erdbeben unterschiedlicher Stärke schickt, aber keiner kann so genau sagen, ob es nun morgen oder erst in 100 Jahren passiert. Gefährlich ist es nicht allzu sehr, daher stirbt die Hoffnung bekanntermaßen zuletzt.

Nach einem Besuch der Strandakirkja stand dann noch der Seljalandsfoss auf unserem Programm und – Überraschung – es war erstmal grau. Dieser Wasserfall will uns echt auf die Probe stellen. Allerdings haben wir es heute geschafft, bis zum nächsten Wasserfall, dem Gljúfrabúi, zu laufen, zuviel Schnee gab es nicht. Leonie hat sich allerdings im Fallen trainiert, an der B-Note muss sie noch etwas feilen. Auf dem Rückweg zum Seljalandsfoss gab es sogar noch blauen Himmel, wow!

Für die Übernachtung haben wir uns heute das Kuhcafé in der Nähe von Geysir ausgesucht. Gegessen haben wir hier schon bei unseren letzten Besuchen, nun also auch mit Übernachtung. Direkt nach der Ankunft haben wir dann auch die Unterkunft für die nächsten beiden Nächte gebucht. Da für Freitag in ganz Island vor einem Orkan (nicht Sabine) gewarnt wird, haben wir uns für ein etwas größeres Hotel in Vik entschieden, damit wir es an einem Tag drin auch gut aushalten. So sind wir dafür schonmal gerüstet.
Heute gab’s dann noch einen kurzen Stopp am Geysir und wir gaben Strokkur die Ehre. Das schicke neue Hotel daneben ist nun auch fertig, aber das fanden wir dann doch ganz schön teuer, so sind wir wieder zum Kuhstall zurück und haben während unseres Abendmahles den Kühen beim Fressen und Wiederkäuen zugesehen.
Nun bleibt nur noch die Nachtruhe, die Leonie quasi schon begonnen hat. Bei uns wird’s wohl noch die ein oder andere Stunde dauern.

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