Der heutige Tag begann für mich bereits um 6 Uhr mit unglaublichem Lärm von der Baustelle gegenüber vom Hotel 🙁 Jens hat dann 7.30 Uhr beim Läuten des Weckers auch mal unwirsch die Augen geöffnet. Zum Frühstück ist er dann aber doch mitgekommen und dort wurden wir eingerahmt von einer Rugby-Mannschaft – sehr viele Muskeln auf sehr vielen Männern 😉

Unser Weg führte uns heute über den Kleinen St. Bernhard ins Aosta-Tal, genauer gesagt suchten und fanden wir die Talstation vom Pointe Helbronner. Die dortige Panorama-Seilbahn brachte uns über eine Zwischenstation quasi auf die italienische Seite des Mont Blanc (Monte Bianco 🙂 ) Oben angekommen, lösten wir dann das Ticket, welches uns über ganz viel Seil nach Frankreich brachte – in einer Kabinenseilbahn auf einer Länge von ca. 5 km quasi ohne Ständer dazwischen. Da gab es sehr viel Zeit, den Gletscher darunter zu betrachten und vor allem die kleinen Menschlein, die darauf herumwanderten.

Als wir dann auf dem Aiguille du Midi ankamen, erinnerten wir uns an unsere erste gemeinsame Fahrt auf den Gipfel, den wir 1994 von Chamonix aus unternahmen. Ich hatte damals ein dünnes Kleid an und wollte mich auch nicht belehren lassen, das es doch sinnvoller wäre, etwas dickeres anzuziehen. So habe ich damals erbärmlich gefroren, war aber um eine Erfahrung reicher. Heute habe ich mich also schon im Tal warm angezogen (Erfahrung und so…) um auf dem Gipfel festzustellen: Es wäre heute auch im Kleidchen gegangen. Die Alpen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, zumindest heute nicht und das auf 3884 m. Naja, ein bisschen kühler als im Tal war es schon. Das konnte wir dann am Nachmittag im Aosta-Tal nochmal eindrucksvoll spüren, als wir bei gefühlten 40 Grad bei einem Crêpes und kalten Getränken in der Gegend herumsaßen und uns eigentlich nicht bewegen wollten.

Bis zum Quartier für den heutigen Tag haben wir es nach dem Ausflug in luftige Höhen dann doch noch geschafft, hier ging’s dann aber erstmal unter die Dusche. Morgen wollen wir dann weiter über den Großen St. Bernhard bis nach Zermatt – Matterhorn, wir kommen!

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