Wir hatten am Hafen in Tromsø gut geschlafen, aber die Umgebung lud nicht unbedingt dazu ein, dort auch zu frühstücken. So habe ich also (mal wieder) das Internet befragt und tatsächlich ein Café gefunden, in dem es scheinbar auch Frühstück geben sollte. Nachdem der Herr des mobilen Hauses auch in der Senkrechten war (Einfügung vom Herrn: Das war sofort und unmittelbar, auch wenn die Verfasserin gerade Lachkrämpfe bekommt), haben wir uns auf den Weg gemacht und ca. 10 Minuten später saßen wir vor einem leckeren Kaffee und warteten auf das Frühstück mit Eiern. So startete der Tag richtig gut.

Zurück am Wohnmobil planten wir dann mal unseren Rückweg. 2800 km von zu Hause entfernt kann man ja nicht einfach so in ein oder zwei Tagen zu Hause sein 😉 Die nun ausgewählten Tagesetappen scheinen überschaubar, an manchen Orten wollen wir auch gern noch 2 Tage bleiben. Für den 5. August haben wir nun die Fähre ab Göteborg gebucht. Das war dann doch nötig, gab es schon heute nur noch Innenkabinen. So sind wir vormittags in Kiel und können hoffentlich entspannt nach Hause fahren. Mal keine Gewalttour ab Hirtshals durch Dänemark und Deutschland. So können wir jetzt noch 9 Tage Urlaub machen und wissen aber, wie wir wieder nach Hause kommen. Unser erster Stopp heute war die LPG-Tankstelle in Tromsø. Schon in der ersten Woche hatte die Gasflasche, die wir von den Vormietern noch übernommen hatten, ihr Ende verkündet und so wurde sie heute neu befüllt. Besser man hat als man hätte 🙂

Das Ziel des heutigen Tages war Narvik. Begleitet von der Sonne sind wir durch schöne norwegische Landschaft gefahren, haben in Bardufoss in einem kleinen Café gestoppt und „Geburtstagskuchen“ gegessen, um dann weiter dem Ziel entgegenzufahren.

Narvik ist keine besonders schöne Stadt, hat aber einen ganz netten Hausberg. 2018, über Ostern, haben wir auch hier gewohnt, konnten den Berg damals nicht sehen, dementsprechend sind wir auch nicht nach oben gefahren. Das war heute anders. Obwohl es an der Talstation warm war, haben wir natürlich die obligatorische Jacke mitgenommen, bevor wir uns in die Gondel nach oben gesetzt haben. Das hätten wir uns aber getrost sparen können. Auch auf dem Berg war es sehr schön warm (Wir sprechen hier von 20°C). Dort gab’s dann zur Feier des Tages nochmal Waffeln, einen viel zu süßen Cider, (An dieser Stelle sehnen wir uns nach den Getränken des Vorjahres und setzen große Hoffnungen auf Schottland im nächsten Jahr.) und einen Ausblick auf die schöne bergige Gegend und auf eine nicht besonders schnuckelige Stadt (Industrie halt). Zur Erzverladung in Narvik, die Erzbahn von Kiruna hierher und den Eisenerzabbau in Kiruna könnte Jens jetzt sicher Romane schreiben, das kann man aber auch alles googeln ;-). Das gemahlene und in Pellets gepresste Eisenerz wird jedenfalls von hier aus übers Meer transportiert.

Wir sitzen mittlerweile neben unserem Wohnmobil, direkt neben der Kabinenbahn, trinken ein Weinchen und heute wird es nun endlich Teil 1 des vor zwei Tagen gefangenen Fisches geben.

Eva

Sie schreibt und selten fotografiert sie auch.

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