Voller Eindrücke aus der Wüste fahren wir nun durch die Mondlandschaft des Namib Naukluft Nationalparks, die der Swakop River geschaffen hat. Der Vormittag war sehr eindrücklich, hat uns nun aber zeitlich auch ein wenig unter Druck gesetzt. So schaffen wir es nicht bis zur großen Welwitschia, sondern müssen uns am Wegesrand mit einigen kleineren Exemplaren begnügen.

Gerade noch vor Sonnenuntergang schaffen wir es auf den feinen kleinen Campground am Fuße der Blutkuppe, der einzige seiner Art auf dieser Reise, der nicht eingezäunt war. Hier ist es schon sehr einsam, aber auch sehr schön.

Nachdem wir fast im Dunkeln unser Auto hergerichtet haben, gibt’s am wärmenden Feuer ein Abendessen, bevor dann der nächtliche Himmel über uns hereinbricht. Es ist etwa 19 Uhr und beide Magellanschen Wolken sind unter der Milchstraße zu sehen. Den Lichthof hinter der Blutkuppe hält Jens erst für das Zodiakallicht, wahrscheinlich ist es aber nur das Licht des Campingnachbarn auf der Rückseite des Berges.

Am Morgen können wir dann deutlich sehen, warum der Berg Blutkuppe heißt. Sonnenlicht taucht ihn in sanftes Rot.

Nach dem Frühstück in der wärmenden Sonne machen wir uns auf den Weg Richtung Spreetshoogte Pass. Da wir heute viel Zeit haben, wählen wir die unwegsame, aber schöne Piste durch die Tinkas. Da bleibt dann auch Zeit für die ein oder andere Aufnahme. Immer wieder sehen wir am Horizont kleinere Herden von Springböcken und Oryx, hier scheinen wir ganz allein zu sein.

In Solitaire füllen wir unsere Vorräte an Feuerholz und Wasser im sehr übersichtlichen Shop auf. Auch auf den „legendären“ Apfelkuchen kann Jens nicht verzichten. Als wir allerdings bei der Zubereitung desselben zuschauen, fragen wir uns schon, ob das eine kluge Entscheidung war…

An der Tankstelle gibt es eine Tafel, die über die Spiele der deutschen EM-Mannschaft auf dem Laufenden hält, da das Halbfinale noch vor uns liegt, müssen wir hier wohl nochmal vorbeikommen 😉

Wir fahren nun wieder ein Stück zurück und biegen nach Norden ab Richtung Spreetshoogte Pass. Dort oben wollen wir den Sonnenuntergang genießen, vorher checken wir aber auf unserer Site im „Camp Gecko“ ein. Dieses Camp ist etwas ganz Besonderes. Wir stehen auf einem Hügel mit Panoramasicht. Die beste Aussicht hat man vom freistehenden Klo. Auch die Dusche am Abend werden wir sehr genießen, ist es doch die erste und am Ende auch einzige, die wir mit Hilfe eines Donkeys heizen können.

Erst einmal gehts aber zum Sundowner auf den Pass.

Zurück auf der Campsite wird der Magen gefüllt und das Wasser für die Dusche warm gemacht. Aber auch hier hat der Himmel vor dem Schlafengehen noch ein Augenfeuerwerk vorbereitet. Trotz Mond am Nachthimmel sehen wir die Milchstraße wieder in voller Pracht. Am Horizont sind wiederum beide Magellanschen Wolken auszumachen und das Zodiakallicht ist zu sehen.

Nach einer weiteren kühlen Nacht mit vielen Decken setzen wir uns am Morgen in die wärmende Sonne und genießen die Aussicht.

Nach einem ausgedehnten Frühstück machen wir uns auf den Weg. Heute Abend wollen wir bereits am Buffet der Sesriem Lodge Unmengen an Fleisch in uns hineinschaufeln. Vorher müssen wir aber noch schauen, wie die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Frankreich gespielt hat.

dieLeuchtturms

Sie schreibt, er fotografiert

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