Nachdem wir uns am ersten Abend in Riomaggiore einen Überblick verschafft hatten, war schnell klar, dass es nicht mehr in eine andere Stadt geht. Wir suchten uns dann eine Möglichkeit Essen auf der Straße einzunehmen und fanden diese bei Tutti fritti. So hatten wir hinterher ausreichend Zeit, allen anderen zu folgen und den gar nicht so spektakulären Sonnenuntergang zu fotografieren. Also Jens hat fotografiert, ich hab dagesessen und geguckt. Zum Abschluss des Abends wurde noch eine Bar aufgesucht, irgendein Sprizz geht ja immer.

Gestern haben wir dann die Küste abgefahren. Letzten Endes haben wir uns für den Zug entschieden, 30 Grad taugen weder zum Wandern noch zum Boot fahren. Bei beiden Möglichkeiten wäre eindeutig zu viel Sonne im Spiel gewesen.

Angefangen haben wir in Monterosso al Mare – naja, für uns war es eine Bestätigung, wie wir nicht Urlaub machen wollen. Strandliege an Strandliege – unsere Begeisterung hielt sich in gepflegten Grenzen. So sind wir recht bald wieder in den Zug und sind nach Vernazza gefahren. Dort hatten wir einen schönen Blick auf’s Meer, lauschten von draußen einer Messe zum Gemeindefest und freuten uns über einen guten Platz im Schatten. Den Zugfahrplan hatten wir immer im Blick, als nächste Station wartete Corniglia. Hier hatte ich von gutem Eis gelesen, welches wir probieren wollten. Corniglia ist die einzige der 5 Orte, die keinen Zugang zum Meer hat, nur mit dem Zug gut erreichbar ist und auf dem Hügel liegt. So sind wir also vom Bahnhof mit dem Bus nach oben gefahren (wir hatten uns für die 5-Terre-Card entschieden, da waren alle Fahrten enthalten) und zielstrebig zur Gelateria Alberto gewandert. Naja, das Eis war keine Offenbarung, aber wir waren ja auch nicht in Rom bzw. San Gimignano. Dafür fanden wir in einem Restaurant, das damit warb, kein vorgekochtes Essen zu haben, eine prima Mittagsmahlzeit. Danach waren wir aber von unserem Umhertreiben bei hohen Temperaturen wirklich geschafft und entschieden, erstmal eine Mittagsruhe in Riomaggiore zu halten. Dank unserer tollen Fahrkarte alles kein Problem.

Zum Sonnenuntergang und Abendessen ging’s dann aber wirklich nach Manarola. Jens hatte Zeit, die Stadt in schönen abendlichen Farben einzufangen und wir konnten im Anschluss nett essen. Zu später Stunde brachte uns der Zug zurück nach Riomaggiore und dann gab es auch noch das Bild der Stadt in der Nacht. So ist dieser Fleck Erde nun auch von unserer Liste der noch zu bereisenden Welt gestrichen.

Heute Morgen haben wir uns auf den Weg nach Pigna gemacht. Dieses Städtchen sollte uns näher an die ligurische Grenzkammstraße bringen, vorher brachte uns der Weg erst einmal über Genua an die Blumenrivera. Einmal mehr für uns die Bestätigung wie wir nicht Urlaub machen wollen (in Genua lag auch noch ein Hochhaus im Wasser 😉 ). Die Blumenrivera könnte vielleicht im Frühling schön sein, heute war sie nur warm.

Jens plant zur Zeit unseren weiteren Weg, das scheint gar nicht so einfach. Teile der Strecke, die wir fahren wollten, sind montags und dienstags für alle PKW gesperrt, andere wegen Bauarbeiten nicht befahrbar – es bleibt spannend.

Unser Quartier hier in Pigna liegt quasi über den Dächern der Stadt und ist sehr geräumig. Das Zimmer der letzten beiden Nächte passt hier locker zweimal rein, dafür ist es aber auch nur halb so teuer und sehr, sehr schön eingerichtet. Mal sehen, was die Rücken zum Bett sagen, wir sind ja immer noch in Italien 😉

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