Unser letzter Tag führte uns auf den Spuren des Jahres 2008 ins Tenogebirge. Damals waren wir Last-Minute eine Woche auf Teneriffa, irgendwo in einem Hotel in Puerto de la Cruz. Erinnerungen daran habe ich nicht mehr so super viele, dafür hat Jens Fotos 😉 Und das ein oder andere gilt es zu wiederholen.

Daher fuhren wir heute auf den bekannten Schnürsenkelstraßen Richtung Masca. Diese Idee hatten nicht nur wir, sondern auch viele andere Touristen und vor allem drei Busse (die Vermutung liegt nah, dass sie von einem Kreuzfahrtschiff kamen). Entsprechend überfüllt waren kleine „beschauliche“ Haltepunkte. Aber zum Glück müssen diese Menschen immer zeitnah wieder in ihren Bus. In Masca angekommen sind wir dann ein bisschen ins Dorf gelaufen, haben den Eingang in die Schlucht links liegengelassen und in der nächstgelegenen Cafeteria einen Kaffee und einen frisch gepressten Mangosaft zu uns genommen. Danach ging’s zurück zum Auto und wir konnten einen anderen Menschen mit einer freien Parklücke beglücken. Ein bisschen weiter auf der Schnürsenkelstraße gab es dann die tatsächliche Wiederholung eines 13 Jahre alten Bildes und so konnten wir uns noch zum letzten Punkt aufmachen: El Drago. In Icod, nahe bei Garachico, steht ein uralter Drachenbaum, sehr groß, sehr beeindruckend.

Wieder in Garachico angekommen war es gar nicht so einfach, auf dem wirklich großen Parkplatz auch noch einen freien Stellplatz zu bekommen. Nach etwas Sucherei hatten wir Glück und füllten nun die mitgebrachten leeren Rucksäcke und Taschen mit dem flatterhaften Inhalt unseres Autos, wollte doch heute (spätestens morgen früh) alles noch in das Reisegepäck verräumt werden.

Da der Markt gerade Siesta machte, nutzten wir die Zeit für eine Zwischenmahlzeit. So schnell werden wir wohl nicht mehr bei sommerlichen Temperaturen im Freien sitzen und auf ein feines Glas Weißwein schauen. Den Markt haben wir dann nach Messen der Körpertemperatur (zum Einlass) schnell hinter uns gebracht. Jens konnte es gut in Worte fassen, dass die Globalisierung leider auch hier Einzug gehalten hat. Nichts war so besonders einheimisch, dass es nicht auch auf einem Markt in unseren Breitengraden zu finden wäre. So bleibt unser Gepäck halt wie es ist.

Nun wartet am heutigen Tag noch ein Abschlussessen mit Blick auf das Meer auf uns und morgen Nachmittag werden wir in den Flieger steigen. Da wir ja noch soviel Geld zu verfliegen hatten, haben wir uns für den Rückflug ein Business-Ticket gegönnt. Wir dürfen also eher ins Flugzeug, bekommen etwas zu essen und werden uns ganz wichtig fühlen 🙂

Was ist geblieben von 14 Tagen auf den kanarischen Inseln?

Wir haben es genossen, einfach wieder so in den Urlaub fahren zu können, haben in der Zeit nur ab und zu an die Arbeit und zu Hause gedacht, ganz auszublenden war es aber dann doch nicht.

Die schönste der kanarischen Inseln ist für uns La Gomera. Sie passt irgendwie zu uns. Gran Canaria und Teneriffa sind zu sehr in der Hand vieler Touristen. Obwohl es vor allem auch auf Teneriffa so viel schöne Landschaft gibt, war es für uns immer etwas zu voll. Selbst an den Stellen, wo gar nicht soooo viele Menschen waren. Aber wir wissen natürlich auch, dass wir immer noch in einer Pandemie sind und lange noch nicht wieder alle Menschen reisen.

El Hierro war auch schön, konnte aber nicht so ganz überzeugen, vielleicht auch, weil wir aktuell ja nicht wandern können (also ich, und damit verzichtet Jens halt auch). Verstärkt hat sich das Gefühl, dass wir mal wieder nach Madeira müssen, irgendwie ist die Insel doch sehr besonders, zumindest für uns. Trotz der vielen Wechselei, die zugegebenermaßen manchmal ganz schön nervig war, hat es die Lust auf einen Sommer auf den Azoren nicht gemindert, denn eins konnten wir mit unserer Form des Urlaubs wieder ganz gut: Anderen Menschen aus dem Weg gehen.

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