Am Morgen erleben wir nach 30 Tagen das erste Mal im Regenwald Regen – hurra! Also machen wir uns auf hoch zum Cape Lookout.

Cape Lookout Trail

Through the temperate rainforest

Temperate rainforest

Das wir den Wald noch so märchenhaft erleben dürfen, hätten wir für diesen Urlaub fast nicht mehr vermutet. Ein Wanderer, der uns im Wald begegnet, fragt sehr verstört nach, was wir den bei diesem Regenwetter hier tun würden. Die Frage hätten wir gern an ihn zurückgeben können 🙂

Da es nun in Strömen schüttet und die Landschaft quasi verschwunden ist, beschließen wir, die übliche Besichtigung in Tillamook „durchzuführen“. Der Parkplatz verspricht schon ausreichend Besucher, also auf ins Getümmel. Jeder, der diese Käsefabrik schonmal besucht hat, weiß, dass dieser Käse mit unserem Käse nicht viel gemein hat, aber immerhin ergattern wir hier ein paar Mitbringsel für unsere Katzensitter. Die zu besichtigende Produktionsstraße könnte auch aus einem Logistikzentrum stammen. Aber gut, wir können bald wieder den Käsesorten aus Italien, Frankreich und der Schweiz verfallen 😉

Für den Besuch des Cannon Beach wollen wir uns noch etwas Zeit lassen, da es immer noch regnet und fahren erst einmal nach Seaside. Das hätten wir uns wirklich sparen können. Für uns hat sich hier der hässlichste Ort an der Oregoncoast offenbart (den wir kennen).

Umso beschaulicher und schöner wirkt im Anschluss Cannon Beach auf uns. Der Regen hat aufgehört und wir genehmigen uns in einer kleinen Schokoladenmanufaktur eine heiße Schokolade und einen ebenso heißen Kaffee.

Gut gestärkt brechen wir nun zum Haystack Rock auf. Bei Ebbe ist der zweitgrößte Stein der Welt wirklich ein schönes Motiv, vor allem, wenn sich in den letzten Wasserlachen davor seine Silhouette spiegelt.

Haystack rock

Vor dem Felsen gibt es auch noch kleine Gezeitenpools.

Tidepooling on Haystack Rock

Gemütlich wandern wir am Strand entlang zurück zu unserem „Wägelchen“ und fahren weiter nach Norden zum Fort Stevens State Park, wo wir uns für heute Nacht einen Stellplatz reserviert haben.

Der eigentliche Grund für unseren Aufenthalt hier ist aber das Wrack der Peter Iredale oder vielmehr das, was davon noch übrig ist.

Wreck of Peter Iredale

Sunset on wreck of Peter Iredale

Während wir nebenbei den Erklärungen eines Rangers lauschen, entstehen ein paar Fotos.

The Wreck of the Peter Iredale

Letzte Aussicht

Als die Sonne sich endgültig für heute verabschiedet hat, fahren wir auf unsere Campsite zurück und verfeuern unser letztes Holz. Der Campground ist gar nicht so schlecht, leidet aber an dem Umstand, dass er unser letzter State Park Campground ist. Wir leiden etwas unter beginnendem Abschiedsschmerz und können den Abend gar nicht so richtig genießen.