Bereits in der Vingerklip Lodge entschieden wir uns, den Aufenthalt in Swakomund um einen Tag vorzuverlegen und wir konnten auch in der von uns bereits gebuchten Lodge einen Tag eher anreisen. Die Desert Breeze Lodge war die beste Lodge, in der wir auf unserer Reise wohnten (es kamen aber auch noch andere schöne). Der Empfang war super organisiert und warmherzig, so war das Personal im Übrigen an allen Tagen aufgestellt. Es gab nette Gespräche und auch der Besitzer zeigte sich stets ehrlich interessiert. Wie auf den Bildern zu sehen, ist das Exterieur eine Mischung aus Kunstgarten und Eingang zur Wüste. Das Interieur steht dem Ganzen in nichts nach. Es gab ein riesiges Bad (die Dusche war toll), ein erhöhtes Bett mit Blick auf die Dünen und einen tollen Kamin. Den ersten Nachmittag schlief Jens sich gesund und so konnten wir uns am Abend auf den Weg ins Jetty 1905 machen. An dieser Stelle sei bereits angemerkt, dass wir an jedem Abend in Swakopmund sehr gut gegessen haben.

Nach einem gesundenden Schlaf geht es am frühen Morgen nach Walvis Bay. Dort haben wir bei Mola Mola Tours eine Ganztagestour gebucht, vormittags werden wir zu Wasser und nachmittags in der Wüste unterwegs sein. Da Eva nie zu spät kommen will, waren wir auch überpünktlich am Pier und konnten sogar noch einen Kaffee trinken. Die Fahrt auf dem Schiff war sicherlich nicht die Schönste, die wir jemals gemacht haben ;-), aber es gab, zumindest für Jens, leckere Austern und auch für Eva war eine Menge an Essbarem dabei. Besuch von Pelikanen hatten wir reichlich, aber es war auch ein bisschen wie im Zoo (zumindest die Seebären benahmen sich so). Nicht gefallen hat uns die „wilde Jagd“ auf Delfine um den Teilnehmern der Tour ein „Foto“ zu ermöglichen. Das kennen wir aus anderen Teilen dieser Welt besser und ökologischer (für Natur und Tier).

Für den Nachmittag wechseln wir vom Boot ins Auto. Mit einem Zwischenstopp bei den „Strawberry Chicken“ werden wir zu Sandwich Harbour chauffiert.

Schon vor 13 Jahren wollte wir gern diese Dünen am Meer besuchen, in unserem jugendlichen Leichtsinn hatten wir damals die Idee, dies allein zu tun. Gottseidank war damals das Wetter schlecht, wer weiß, ob unsere Ehe diese Herausforderung überstanden hätte ;-))

Nun gab es also einen zweiten Anlauf in einem fremdgeführten Auto und das war gut so. Die Sandwich Harbour an sich ist faszinierend, ob man allerdings das „Rumgekurve“ auf den Dünen wirklich braucht? Wir denken – eher nicht. In der Sahara haben wir uns bisher auf vier Hufen und nicht im Auto fortbewegt, die vier Hufe waren nun einmal vier Räder…

Das die Welt ein Dorf ist, stellten wir auf der ersten Düne fest, die wir besteigen durften. Mit uns machten dies auch noch vier Dresdner.

Den Abend beendeten wir bei einem feinen Essen in The Tug. Obwohl wir dort nicht die einzigen Touristen sind, ist dieses Restaurant wirklich eine Empfehlung.

Nach einem kuscheligen Abend am Kamin geht es zur wohlverdienten Nachtruhe. Der nächste Tag wird von erträglichem Gestank und einer Tour durch Swakopmund auf der Suche nach einer Sonnenbrille geprägt.

Am Morgen fahren wir die Skelettküste gen Norden bis Cape Cross.

Cape Cross empfängt uns mit dem erwarteten Gestank, obwohl wir es als viel abstoßender in Erinnerung hatten. Ansonsten hat sich auch eine Menge getan. Mittlerweile läuft man auf Holzplanken „über“ den Seebären, beeindruckend ist es trotzdem.

Auf dem Rückweg schauen wir uns noch ein wenig die Küste an, bevor wir dann bei schönem Wetter Swakopmund erkunden. Da Eva in der Grotberg Lodge ihre Sonnenbrille liegen gelassen hat, musste noch vor der Namib eine her – wahrlich kein einfaches Unterfangen. Beim ortsansässigen Optiker mit deutscher Geschichte bekamen wir dann eine – allerdings bekamen wir dort auch eine Menge an Alltagsrassismus mit auf den Weg. Gar nicht unser Ding!

An dieser Stelle sei von unserer Seite ein unbedingter Verköstigungstip ausgesprochen. Wenn man Swakopmund besucht, muss man das Village Café besuchen! Das ist eine wirklich nette Unterbrechung beim Gang durch die so deutsch anmutende Stadt.

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