An unseren ersten ganzen Tag auf La Gomera wollten wir gern ein wenig die Nebelwälder erkunden. Wir kennen diese schon von anderen makaranesischen  Inseln und finden es wunderbar, in diesen feuchten Gebieten abseits von zu viel Sonne etwas Zeit zu verbringen.

Jens hatte einen Ausgangspunkt für kurze Wanderungen herausgesucht und nach einem ersten Frühstück im hoteleigenen Restaurant ging es dann los. Begleitet wurde wir lange Zeit mit der wolkenverhangenen Aussicht auf den Teide. Im Nebelwald angekommen, hatten wir die Wolken allerdings unter uns gelassen und einigermaßen sonniges Wetter. Jens konnte dann zwar das ein oder andere Foto machen, aber so richtig glücklich machte ihn das nicht. Der Nebelwald fühlte sich auch nicht so an als wäre in letzter Zeit viel feuchte Luft vorbeigekommen 🙂 .

Also ging es für uns wieder abwärts Richtung Valle Gran Rey und auf einer der Straßen, wo man so schön durch den Wald schauen konnte, stand dann auch eine Wolkenschicht mitten im Nebelwald und nun erfüllte dieser auch alle Ansprüche des Fotografen. Für mich ist das wieder mal ein Urlaub, in dem ich richtig zum Lesen komme.

Am frühen Nachmittag sind wir dann tatsächlich auch im Valle Gran Rey angekommen, die Idee war, an einem der Strände baden zu gehen. Nach einem ortsüblichen Mittagessen beschauten wir uns dann den vor uns liegenden Strand und stellten beide übereinstimmend fest, dass die Sehnsucht nach Wasser nun doch nicht so groß war (hatten wir doch auch noch die mahnenden Worte unserer Mütter und Großmütter im Ohr: ‚Nicht mit vollem Bauch baden gehen!‘)

So gondelten wir also über kurvige Bergstrecken wieder zurück in unser Hotel, nur um kurze Zeit später nochmals einen Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang anzusteuern. Bei ziemlichen Wind kam Jens nun zu weiteren tollen Fotos (natürlich auch mit Teide – ihr wisst, Vulkane!!!) und ich zum Lesen.

Für den Abend hatten wir uns ein Restaurant fußläufig zu unserem Hotel ausgesucht. Nach ein, zwei Gläsern Viño de la Casa von La Gomera orderten wir dann doch noch eine Flasche. Der überaus freundliche Inhaber der Lokalität gab uns auch gleich noch den richtigen Tipp, wir sollten den Rest der Flasche doch auf unserer Terrasse trinken. Dies taten wir zum Abschluss des Tages auch, erwartungsfroh, welches Frühstück uns der nächste Tag wohl bringen möge…

Eva

Sie schreibt und selten fotografiert sie auch.

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