Am Morgen verlassen wir also unser schönes Camp in Urikaruus und fahren weiter durch den KTP. Am heutigen Tag werden wir in Nossob campen. Auf dem Weg dahin sind die Wasserlöcher verwaist, die Tiere haben sich irgendwohin zurückgezogen, wo sie auch von uns nicht entdeckt werden können. Gegen Mittag sind wir dann in Nossob und checken ein. Dann besuchen wir erst einmal das zum Camp gehörende Wasserloch.

Es gibt ein paar Vögelchen und die üblichen Verdächtigen wie Springbock und Gnu. Nach einer Mittagsruhe fahren wir die erreichbaren Wasserlöcher nochmals ab, haben aber heute keinen Packt mit der Sichtungsfee geschlossen. Also fahren wir bald zurück in unser Camp und verbringen den Nachmittag mit Lesen und Bilder sichten, bevor wir zum Sonnenuntergang mit Sundowner zum Wasserloch pilgern.

Nachdem die Sonne untergegangen ist, geht’s zurück zu unserem Camper und nach der obligatorischen Boerewors merken wir wieder schnell, dass es in der Kalahari nachts recht kalt wird. Also ziehen wir uns beizeiten in den Schlafsack zurück und packen Decken über uns.

Am Morgen warten wir, bis die Sonne uns das Aufstehen etwas leichter macht. Wir füllen unsere Vorräte im campeigenen Laden auf und tanken nochmal voll. Dann dürfen wir den Ausgang Richtung Bitterpan Camp nehmen. Durch diesen fahren pro Tag höchstens 4 Autos, da man eine Reservierung braucht um überhaupt loszufahren. Nach einer etwas hoppeligen Fahrt über die Dünen, die vor allem Jens sichtbar genoss, kommen wir am Nachmittag im Wilderness Camp an. Wir beziehen unser Chalet und setzen uns dann auf die zugehörige Terrasse.

Das Essen nehmen wir in der Gemeinschaftsküche zu uns und den frühen Abend verbringen wir noch draußen. Hier gibt es trotz Vollmond doch nochmal ein paar Sterne zu sehen. Das besondere am Bitterpan Camp ist, dass es nicht eingezäunt ist. Aber da uns kein!!! Tier besucht, ist das für uns auch nicht besonders relevant.

Am Morgen wartet noch eine besondere Überraschung auf uns. Nach nunmehr fast vier Wochen hat unser Auto einen Platten. Und das natürlich im einsamsten Camp auf unserer Reise. Aber Jens bekommt das meisterlich hin, auch wenn Eva von den Radwechselkünsten am Anfang nicht sooo überzeugt ist. Asche aufs Haupt!!!

Der weitere Weg durch die Kalahari ist beeindruckend, immer wieder bleiben wir auf den Dünen stehen und genießen die Weite, flankiert von Springböcken und Oryx.

Unbeschadet kommen wir wieder nach Mata Mata. Jens will hier gemeinsam mit dem Tankwart den Reifen reparieren. Der ist nicht mal kaputt, sondern es ist nur ein lockeres Ventil.

Die Ausreise aus Südafrika geht schnell, bei der Einreise nach Namibia schauen wir der Grenzbeamtin eine ganze Weile beim Malen ihrer Buchstaben zu. Gut Ding will Weile haben. Entgegen unseres ursprünglichen Ziels, dem Köcherbaumwald bei Keetmanshop, entscheiden wir uns für eine Übernachtung in der Kalahari Game Lodge. Das werden wir nicht bereuen.

Mount Etjo

Okonjima

Auf dem Grootberg

Vor den Toren Etoshas

Etoshas unbekannter Westteil

Halali